Die Geschichte von Stevia

Die Geschichte von Stevia liest sich wie die Geschichte von der Entdeckung Amerikas, genauer gesagt Südamerikas. Als die spanischen Konquistadoren Ende des 15. Jahrhunderts südamerikanischen Boden betraten, fanden sie eine gewaltige, fremdartige Natur und ebenso ausgeprägte Kulturen der dort lebenden Menschen vor. Auf ihrem Erober­ungs­­zug drangen sie von Brasilien aus immer tiefer ins Innere des Landes vor und gelangten auch in die Region des heutigen Paraguay. Paraguay liegt genau zwischen Bolivien, Argentinien und Brasilien. Und genau von dort stammt Stevia. Stevia wurde im 16. Jahrhundert - wie so vieles - von den spanischen Eroberern zum ersten Mal beschrieben. Aber die Bevölkerung des Landes hat die Pflanze schon lange vorher gekannt und genutzt, z.B. zum Süßen des in Südamerika bis heute sehr beliebten Mate-Tees

Botanik

Stevia gehört zur Familie der Korbblütler - früher Compositae, heute Asteraceae genannt. Korbblütler sind meist krautige Pflanzen, die ihre einzelnen, relativ kleinen Blüten in einem Verbund, eben einem Korb, gewissermaßen gebündelt haben. Während die äußeren Blüten, die sogenannten Zungenblüten oft auffallende Blütenblätter tragen, sind die inneren Blüten, die Röhrenblüten, eher schlicht und unauffällig. Die kleinen weißen Blüten von Stevia sind zwittrig, d.h. sie tragen sowohl die weiblichen als auch die männlichen Geschlechtsorgane. Eine Selbstbefruchtung ist aber bei Stevia ausgeschlossen, sie ist selbststeril. Bekannteste heimische Vertreter der Asteraceae sind der Löwenzahn und die Margeritte. Die Gattung Stevia umfasst etwas über 200 Arten, davon die meisten in den südlichen Regionen beheimatet.

Inhaltsstoffe

Für all jene, die mehr über die inneren Werte von Stevia wissen wollen: Die Inhaltsstoffe, die für den ausgesprochen starken Süßgeschmack verantwortlich sind, werden Steviolglykoside, kurz Stevioside, genannt. Sie besitzen zahlreiche OH-Gruppen, die auch von den herkömmlichen Zuckern bekannt sind. In die chemische Gruppe der Steviolglykoside gehören auch so genannte Rebaudioside. Sie sind für die Lebensmittelindustrie be­sonders interessant, da sie geschmacklich dem Zucker am nächsten kommen.

Außerdem enthält Stevia - wie die meisten Pflanzen - Terpene und Flavonoide, sowie Vitamine, Mineralstoffe etc., die hier nur ganz am Rande erwähnt werden sollen.

Vorteile

Vergleiche mit anderen Süßstoffen und Zucker erlauben den Schluss: Stevia ist nicht nur süß, es ist auch ein wohlschmeckender, gut dosierbarer Zuckerersatz. Stevia ruft keinen Karies hervor. Stevia (als Steviolglykoside) enthält keine Kalorien.

Darreichungsformen

Stevia gibt es als ganze Pflanze, Streusüße, Tabletten (z.B. STEVIASAN von Sanitas) u.v.m.

Sanitas - Stevia auf Facebook

Jetzt sanitas Fan werden und sofort von exklusiven Rabatten profitieren, an attraktiven Gewinnspielen teilnehmen und vieles mehr...
 
logo_banner